gesicht

Halsstraffung


Halsstraffung

In manchen Fällen ist nur die Haut im Bereich des Halses erschlafft. In diesem Fall wird eine Halsstraffung durchgeführt. Je nach Befund gibt es zwei unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten.

1. Die Fettabsaugung am Hals bzw. im Kinnbereich.

Bis zu einem gewissen Erschlaffungsgrad der Haut reicht es aus, das darunter liegende Fettgewebe abzusaugen. Durch das oberflächliche Absaugen kommt es zu einer Retraktion (Zusammenziehen der Haut). Hängt die Haut deutlich durch (Truthahnhals) sollte auf jeden Fall auch Haut entfernt werden.

2. Halsstraffung - Entfernen der erschlafften Haut im Bereich des Halses.

Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Schnittführungen:

1. Unter dem Kinn.
Die Haut und die Muskulatur werden dabei über einen kleinen Schnitt unterhalb des Kinns gestrafft. Die Narben sind nach der Wundheilung normalerweise kaum sichtbar.

2. Hinter dem Ohr.

Dabei wird, ähnlich wie beim Facelift, die Halsmuskulatur und die Haut nach oben fixiert und so der Hals gestrafft. Die überschüssige Haut wird dabei hinter dem Ohr entfernt, sodass der Narbenverlauf hinter dem Ohr liegt.
Operationsverlauf -  siehe auch Facelift

 

Stirnlift

Zur Glättung der Stirnfalten gibt es zwei häufig genutzte Verfahren. Bei der konventionellen Methode erfolgt der Hautschnitt im behaarten Kopfhautbereich über die gesamte Stirn.

Bei dem endoskopischen Vorgehen sind es drei bis fünf kleinere Schnitte, ebenfalls im behaarten Bereich. Über diese Schnitte werden kleine Sonden eingeführt, um die Haut zu lösen und diese nach oben zu fixieren.

 

Was Sie vor der OP beachten sollten

Ein kleines Blutbild und ein EKG können Sie vor der Operation bei uns in der Klinik oder auch von Ihrem Hausarzt erstellen lassen. Der Befund sollte uns zum Operationstermin vorliegen und nicht älter als zwei Wochen sein.

Zwei Wochen vor der OP sollten keine Medikamente mit gerinnungshemmenden Inhaltsstoffen (acetylsalicylsäurehaltige Medikamente, Aspirin) eingenommen werden.

Zwei Wochen vor der OP sollten Sonnen- und Solariumbestrahlung speziell im Gesicht vermieden werden.

Wenn Sie sehr kurze Haare haben, sollten Sie diese vor dem Eingriff etwas wachsen lassen. So können Sie die Einschnitte während der Heilungsphase besser kaschieren.

Wenn Sie vorhaben, in nächster Zeit deutlich an Gewicht zu verlieren, sollten Sie den Eingriff verschieben. Wahrscheinlich werden Sie dann auch im Gesicht abnehmen.

 

Was Sie nach der OP beachten sollten:

Richten Sie sich darauf ein, dass Facelifts sowie eine Halsstraffung oder ein Stirnlift mit einer längeren Heilungsphase verbunden sind. In der Regel sind die deutlichsten Schwellungen nach 12 - 24 Stunden abgeklungen. Auch blaue Flecken sind spätestens nach zwei Wochen verschwunden. Der volle Effekt wird erfahrungsgemäß aber erst nach einigen Wochen sichtbar sein, wenn die letzten Schwellungen abgeklungen sind.
Da es sich um einen nicht unerheblichen Eingriff handelt, sollten Sie ein bis zwei Tage unter ärztlicher Beobachtung bleiben.

Natürlich begleiten wir Sie während der gesamten Behandlung und darüber hinaus. Wir garantieren, dass Sie von einem erfahrenen Spezialisten behandelt werden und setzen uns dafür ein, dass das Ergebnis genau dem entspricht, was vorher festgelegt wurde.

 

FAQ:

Gibt es Risiken?

Schwere Komplikationen sind heutzutage bei einem Facelift sehr selten.

Trotzdem birgt jeder medizinische Eingriff Risiken. Wie hoch die Risiken sind, hängt vom Einzelfall ab, vom persönlichen Gesundheitszustand, vom Umfang des Eingriffs und anderen Faktoren. Wir klären das vor dem Eingriff gründlich ab und klären Sie auf. Allgemeine Operationsrisiken sind beispielsweise das Auftreten einer Wundheilungsstörung oder einer Infektion.

  1. Nach einem Facelift sind Schwellungen und Blutergüsse unterschiedlicher Ausprägung zu erwarten, die aber meist nach wenigen Tagen wieder völlig zurückgehen.
  2. Ebenfalls können Nachblutungen auftreten, die aber nur in Ausnahmefällen zu einem operativen Eingreifen zwingen. In Einzelfällen können Hämatome (= Blutansammlungen unter der Haut) auftreten, die anschließend entfernt werden müssen
  3. Verletzungen wichtiger anatomischer Strukturen, wie z.B. des Gesichtsnerven (Nervus facialis) mit gewöhnlich vorübergehendem Ausfall der mimischen Muskulatur sowie Durchblutungsstörungen der Haut (häufiger bei Rauchern), sind möglich, aber selten.
  4. In manchen Fällen tritt eine vorübergehende Taubheit einzelner Bereiche auf, die jedoch nach wenigen Wochen von selbst verschwindet
 

Wie lange hält der Effekt an?

Das hängt stark vom Einzelfall ab, von den genetischen Voraussetzungen, Alter, dem persönlichen Lebensstil, der angewandten Technik und vielem mehr. Erfahrungsgemäß bleibt der Effekt über fünf bis zehn Jahre erhalten

 

Facelift

Im Rahmen des Alterungsprozesses verliert die Haut auch im Gesicht an Spannkraft. Dadurch werden die Einwirkungen der Schwerkraft sichtbar und ein Erschlaffen des Bindegewebes führt meist zur störenden Faltenbildung. Somit verliert das Gesicht an jugendlicher Frische und oft entsteht ein Missverhältnis zwischen äußerlich sichtbarem und innerlich gefühltem Alter. Die Augenbrauen sacken nach unten ab, die Haut unter dem Kinn und den Wangen beginnt zu hängen. Insgesamt erscheinen die Gesichtskonturen weniger klar definiert. Es sieht aus, als wäre "zuviel Haut" vorhanden. Ein Facelift kann die Gesichtskonturen straffen und so zu einem jugendlicheren Aussehen beitragen. Häufig wird daher gemeinsam mit einer Halsstraffung ein Facelift durchgeführt. Selbstverständlich sind die Eingriffe auch getrennt voneinander möglich.

Wann eignet sich ein Facelift?

Facelifts dienen der Straffung der Konturen. Sie können

  1. die Falte von der Nasenwurzel zum Mundwinkel (Nasolabialfalte) mindern
  2. das Gesicht und den Hals straffer erscheinen lassen
  3. die Augenbrauen heben

Ein Facelift eignet sich weniger dazu, bestimmte Falten, wie etwa die Sorgenfalten auf der Stirn oder Krähenfüße an den Augen zu mindern. Dazu sind andere Behandlungsmethoden sinnvoller (siehe Faltenbehandlung, Botox).
Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Laut Statistik werden die meisten Facelifts zwischen 55 und 70 Jahren durchgeführt, wobei sich auch zunehmend jüngere Männer und Frauen für den Eingriff entscheiden. Die Zahl der Patienten unter 50 Jahren hat sich jedoch in den letzten fünf Jahren nahezu verdoppelt.

Die Tendenz geht zu kleineren Straffungsoperationen in Teilbereichen des Gesichtes (Augen, Wangen, Hals), die immer früher durchgeführt werden. Ein Teil der Patienten beginnt bereits im Alter von Ende 30 kleinere Straffungen durchführen zu lassen.

Die Technik

Facelifts gibt es heute in vielen Variationen. Ziel ist immer die Rückverlagerung abgesunkener Weichteilstrukturen des Gesichtes, wie Haut, Fettpolster und Muskulatur, an ihre ursprüngliche Position.

Beim Facelift der früheren Generation wurden Haut und Muskeln in einem schräg nach hinten und oben verlaufenden Vektor gerafft. Dies führte mitunter zu einer Änderung der Mimik.

Sensationell ist die revolutionäre und moderne Technik des Vertical Lifts. Hierbei werden nach unten abgesackte Partien nicht "hinter das Ohr gezogen", sondern vorsichtig wieder zurück an ihren Ursprung positioniert. Die Gesichtszüge werden rekonstruiert und ihr Charakter bleibt erhalten.

 

Das Beratungsgespräch

Die Dicke, Beschaffenheit und Elastizität der Haut bestimmen wesentlich die Erfolgsaussichten eines Facelifts. Darum machen wir uns erst ein genaues Bild von Ihrer Haut. Wir diskutieren mit Ihnen offen über Ihre persönlichen Erwartungen und geeigneten Möglichkeiten.


Anschließend geben wir eine Empfehlung ab, die Ihre Wünsche und die medizinischen Fakten berücksichtigt.
Faceliftings werden oft mit anderen Behandlungen kombiniert. Zum Beispiel mit einer Augenlidstraffung, einer Faltenreduzierung, einer Konturmodellierung durch Unterfütterung der Haut oder mit einer Profilkorrektur. Auch diese Möglichkeiten diskutieren wir vorab und beraten Sie dazu unabhängig und mit der nötigen Erfahrung.

Facelift - Die Durchführung

Operationsverlauf/Hautschnitte:

Die Schnittführung beginnt am Haaransatz vor dem Ohr, führt vor dem Ohr entlang unter dem Ohrläppchen herum bis auf die Rückseite des Ohrmuschelansatzes. Da hierbei nicht in die behaarte Kopfhaut geschnitten wird, kann es nicht zu Haarausfall kommen. Die Narbe wird so unsichtbar wie möglich sein.

Der Chirurg präpariert Haut und Unterhautfettgewebe von der darunter liegenden Muskelschicht ab.
Das Platysma, eine dünne Muskelschicht, die vom unteren Gesicht bis zum Hals reicht, wird von ihrer abgesackten Position wieder nach oben fixiert. Dieser Kunstgriff strafft zugleich den Hals. Der nach untenverlagerte Fettkörper in den Wangen wird geliftet und das "SMAS" (eine dünne Schicht der mimischen Muskulatur) repositioniert. So rekonstruieren wir das jugendliche Gesicht. Der Hautüberschuss wird entfernt und die Naht spannungsfrei verschlossen.

Auf diese Weise kann es nicht zu einer Verzerrung der Gesichtszüge kommen. Auch Deformierungen von Ohr oder Ohrläppchen, die trügerischsten Verräter eines herkömmlichen Facelifts, sind ausgeschlossen.

Operationsdauer:

Je nach Behandlungsziel und -technik dauert der Eingriff zwischen zwei und drei Stunden. Zusätzliche Maßnahmen verlängern die Behandlungsdauer entsprechend.

Narkose

Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Dabei wird das Gesicht durch Einspritzen eines schmerzstillenden Medikamentes betäubt. Ergänzend wird häufig eine beruhigend wirkende Substanz verabreicht. Diese soll die Aufregung und Angst vor der Operation nehmen.

Manchmal wird unter Allgemeinnarkose (Vollnarkose) behandelt, die einen künstlichen Schlaf herbeiführt. Diese Form der Betäubung bedarf eines Anästhesisten.