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Gynäkomastie

Gynäkomastie – Korrektur der vergrößerten, männlichen Brust

 
Der Begriff »Gynäkomastie« bezeichnet den Zustand einer vergrößerten, männlichen Brust, der sehr häufig auftritt. Es kann dabei nur eine Seite, aber auch beide Seiten betroffen sein. Die betroffene Brust sieht dabei in vielen Fällen fast "weiblich" aus. Verschiedene Medikamente oder auch Erkrankungen können der Grund einer zu ausgeprägten Entwicklung der männlichen Brust sein. In den meisten Fällen jedoch bleibt die genaue Ursache unklar.

Es stehen verschiedene kosmetisch-plastische Korrekturmöglichkeiten zur Verfügung. Dabei wird Fettgewebe und auch Drüsengewebe aus der Brust entfernt. In sehr seltenen Fällen kann, so weit erforderlich auch ein Hautüberschuss entfernt werden. Dies ist aber nur in Ausnahmefällen erforderlich. Wenn Sie einen chirurgischen Eingriff zur Korrektur Ihrer Gynäkomastie erwägen, werden wir versuchen, Ihnen das grundlegende Verständnis für die erforderlichen Schritte zu vermitteln.

Vieles wird man jedoch von Ihren individuellen Gegebenheiten abhängig machen müssen. Zögern Sie deshalb nicht, eine unverbindliche Beratung bei uns wahrzunehmen. 

Welche Art der Betäubung wird verwendet?

Die Korrektur der vergrößerten, männlichen Brüste wird in den meisten Fällen in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Bei einer geringen Ausprägung der Vergrößerung kann der Eingriff auch unter örtlicher Betäubung mit zusätzlicher Gabe eines Beruhigungsmittels vorgenommen werden. Wir werden die zur Verfügung stehenden Verfahren individuell mit Ihnen besprechen und dann eine Empfehlung aussprechen, welches Verfahren für Sie persönlich am geeignetsten erscheint.

Wie verläuft die Operation?

Ist überschüssiges Brustdrüsengewebe die Hauptursache für die Brustvergrößerung, wird dies entfernt. Die Entfernung kann für sich allein, oder in Verbindung mit einer Fettabsaugung erfolgen. Typischerweise wird am Übergang von Brustwarzenvorhof zur nicht pigmentierten Haut der Brust ein kleiner Schnitt angelegt. Durch diesen Einschnitt wird Ihr Plastischer Chirurg dann den Überschuss an Drüsengewebe entfernen und ggf. zusätzlich Fettgewebe absaugen. Bei sehr großen Verkleinerungen können auch größere Schnitte erforderlich sein. In solchen Fällen kann auch erwogen werden, die Korrektur in zwei, etwa drei Monate auseinander liegenden Korrektureingriffen vorzunehmen. Wenn die Vergrößerung der Brüste hauptsächlich durch überschüssiges Fettgewebe hervorgerufen wird, kann die Verkleinerung auch ausschließlich durch eine Fettabsaugung erfolgen. Dazu ist lediglich ein sehr kleiner Schnitt, ebenfalls am Rand des Brustwarzenvorhofs, notwendig. In Extremfällen, bei denen sehr große Mangen an Fett und/oder Drüsengewebe entfernt werden müssen, kann es vorkommen, dass der verbleibende Hautmantel zu groß ist und sich der neuen, kleineren Kontur nicht anpasst. In diesen seltenen Fällen muss zusätzlich Haut entfernt werden, damit sich der Hautmantel der neuen Kontur anpassen kann. 

 

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

In den ersten Tagen nach der Operation werden Sie für einige Tage ein deutliches Druckgefühl an den Brüsten verspüren. Dieses ist aber üblicherweise zunehmend rückläufig und nach einigen Tagen kaum noch störend.

Zur Erzielung eines optimalen Operationsergebnisses tragen Sie für sechs Wochen Tag und Nacht ein spezielles Kompressionshemd. Dieses dient neben der Minderung der Schwellung auch einer schöneren Anpassung der Haut an die neue, kleinere Kontur der Brust. Obwohl der größte Teil der Schwellung innerhalb der ersten Wochen verschwunden sein wird, dauert es einige Monate bis Sie das Endergebnis sehen können (ca. drei Monate).

Die entstehenden Narben sollten für sechs Monate konsequent vor Sonneneinstrahlung (auch Solarium) geschützt werden. Sonnenlicht kann zu einer bleibenden stärkeren Pigmentierung der Narben und zu einer Verdunkelung der Narben führen. Ist Sonnenstrahlung unvermeidbar, können Sie die Narben mit hochprotektiven Sonnenschutzmitteln schützen.