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Eigenfettbehandlung


Eigenfettbehandlung / Faltenunterspritzung mit Eigenfett

Was am Gesäß zuviel ist, könnte an anderer Stelle nicht schaden? Die Idee, Fettzellen von einer Körperstelle an die andere zu verpflanzen, ist nicht neu. So wird Eigenfettunterspritzung bereits seit Jahren eingesetzt, um Falten zu glätten oder Lippen aufzupolstern. Aber jetzt ermöglicht eine neue Technik hier noch bessere Ergebnisse und gibt Impulse für weitere Anwendungen.

Bei der Unterspritzung mit Eigenfett werden Fettzellen transplantiert. Das heißt: Fettzellen werden aus dem Körper entnommen und an anderer Stelle wieder eingebracht. 

Anwendungsgebiete der Eigenfettbehandlung

Mit Eigenfett können zum Beispiel
  1. Falten im Gesicht unterpolstert werden
  2. die Lippen unterspritzt werden, so dass sie voller erscheinen
  3. einzelne Gesichtspartien unterpolstert und dadurch betont werden (z.B. die Wangenknochen)
  4. in Verbindung mit einem Facelift einzelne Gesichtspartien mit Eigenfett unterspritzt werden, um ein volleres Erscheinungsbild zu erzeugen. Dies kann zusätzlich helfen, ein insgesamt jüngeres Aussehen zu erreichen.
  5. Dellen ausgeglichen werden, wie sie nach einer schlecht ausgeführten Fettabsaugung entstehen

Vorteile einer Eigenfettbehandlung

Als "Füllmaterial" bietet Eigenfett viele Vorteile.
  1. Der Effekt ist zum größeren Teil dauerhaft. Optimal aufbereitet und eingebracht wächst ein Großteil der "verpflanzten" Fettzellen an, nur ein kleiner Anteil wird wieder abgebaut.
  2. Eigenfett ist sehr weich, so dass sich damit behandelte Lippen natürlicher anfühlen als Lippen, die mit anderen Materialien aufgefüllt wurden.
  3. Das Risiko von Allergien und Infektionen entfällt, da ein körpereigener Stoff verwendet wird.
  4. Eigenfett kann mit der Zeit nicht verrutschen (wie etwa Goretex-Fäden).

Durchführung

Die körpereigenen Fettzellen werden mit einer dünnen Kanüle an den Stellen des Körpers entnommen, wo davon genug oder auch zuviel vorhanden ist, z.B. an Gesäß oder Hüfte. Oft geschieht dies auch in Kombination oder im Rahmen einer Fettabsaugung. Im Anschluss daran wird das Eigenfett aufbereitet und kann dann in die Falten reinjiziert werden.

Das Eigenfett kann sogar eingefroren und zum späteren Einsatz wieder aufgetaut werden. Durch eine sehr spezielle Aufbereitungsart des entnommenen Eigenfettes wachsen etwa drei Viertel der transplantierten Fettzellen an. Dies ist sehr viel im Vergleich zur herkömmlichen Transplantation, bei der oft nur ein Drittel der transplantierten Fettmenge anwächst. Auch bei einer derart großen Erfolgsquote muss jedoch manchmal in mehreren Sitzungen Eigenfett transplantiert werden, um ein ausreichendes Volumen zu erreichen.

Was Sie nach der Eigenfettbehandlung beachten sollten

Anders als andere Materialien müssen die Fettzellen mit dem Gewebe verwachsen. Dies sichert den langfristigen Erfolg, bedingt aber auch eine längere Einheilungszeit. Bei der Behandlung von Falten und Lippen müssen Sie etwa 1 - 2 Wochen mit Schwellungen rechnen. Werden größere Gesichtspartien unterspritzt, können diese sogar noch länger auftreten. Der endgültige Erfolg ist hier nach ca. 2 Monaten sichtbar.

Was sonst noch für Sie wichtig sein könnte

Eine Unterspritzung mit Eigenfett birgt keine größeren gesundheitlichen Risiken. Natürlich kann es wie bei jeder Injektion zu einer Infektion kommen. Dieses Risiko lässt sich jedoch durch sachgemäße Handhabung so gut wie ausschließen.

Eine mögliche Unbekannte kann sein, dass die Behandlung nicht zu dem gewünschten Erfolg führt, weil das Fett abgebaut wird. Bei einer Unterspritzung mit Eigenfett kommt das normalerweise nur in geringem Umfang vor und lässt sich von vornherein ausgleichen, indem etwas mehr Fettzellen gespritzt werden. Ansonsten kann dies in einer Nachbehandlung korrigiert werden.

 

Meist gestellte Fragen

Wie kann die Eigenfettunterspritzung das Aussehen insgesamt verjüngen?

Unsere eigenen Jugendbilder zeigen es: Junges Aussehen zeichnet sich durch eine faltenfreie Haut, aber auch durch eine gewisse Weichheit der Konturen aus. Diesen Eindruck kann eine Eigenfettunterspritzung unterstützen. Dabei wird die Haut gezielt unterpolstert, was Falten mindert und gleichzeitig den Gesamteindruck verjüngt. Besonders gute Ergebnisse erzielt die Eigenfettunterspritzung als Ergänzung zu einem kleinen Facelift, das die Haut zwar strafft, aber das Gesicht oft knochig erscheinen lässt.

Wie kann die Eigenfettunterspritzung die Konturen formen?

Ähnlich wie sich Lippen durch Unterpolstern betonen lassen, können auch andere Gesichtspartien hervorgehoben werden. Wird zum Beispiel die Haut über den Wangenknochen unterspritzt, treten diese optisch hervor.

Wie sieht es mit kleineren Dellen aus?

Dellen, wie sie nach einer schlecht ausgeführten Fettabsaugung entstehen, können mit Eigenfettunterspritzung behandelt werden. Diese Dellen entstehen, weil das Fett ungleichmäßig abgesaugt wurde, also an einzelnen Stellen zu wenige Fettzellen vorhanden sind. An diese Stellen können gezielt wieder Fettzellen eingebracht werden. Besser ist es natürlich, von Anfang an eine Fettabsaugungsmethode zu wählen, die die Entstehung von Dellen praktisch ausschließt. Dazu gehört zum Beispiel das Lipopulsing.

Kann man das Fett von einer Fettabsaugung verwenden?

Nein. Das Fett, das bei einer Fettabsaugung entnommen wird, eignet sich nicht für eine Eigenfettunterspritzung, da die abgesaugten Fettzellen zu beschädigt sind. Für eine Eigenfettunterspritzung muss das Fett extrem vorsichtig und mit minimalem Sog entnommen werden.

Macht es Sinn, eine Fettabsaugung mit einer Eigenfettunterspritzung zu kombinieren?

Ja. Auch wenn die Fettzellen auf ganz verschiedene Weise entfernt werden, kann dies an derselben Stelle des Körpers geschehen. Dann ersparen Sie sich einen weiteren Eingriff.