intimchirurgie
Vagina Verengung
Die sogenannte Scheidenverjüngung, eine Methode zum Verengen der Vagina ist sehr beliebt. Dies hat aber, entgegen einer gängigen Meinung des Volksmunds, nichts mit dem Wunsch nach Mädchenhaftigkeit zu tun. Sondern auch hier geht es primär um die Verbesserung der weiblichen Lust, da eine schlaffe Scheidenanatomie die Empfindsamkeit beim Sex erheblich einschränkt. Hier kann eine chirurgische Scheidenverjüngung helfen die Vagina zu straffen, so dass ein lustvoller Sexualverkehr wieder möglich wird. Meist klagen Frauen nach einer Geburt über derartige Störungen – der Grund: Das Gewebe der Scheide hat unter der Geburt gelitten und ist stark überdehnt. Diese Frauen stellen sich dann typischerweise vor, wenn ihre Familienplanung abgeschlossen ist und sie vielleicht wieder ein Stück weit an sich und ihre eigenen Bedürfnisse denken wollen.


Welche Methoden verwenden wir, um eine überdehnte Scheide zu verengen?

Verjüngen kann man die Scheide auf verschiedene Art und Weise. Die Vagina kann zum Beispiel mit körpereigenem Fettgewebe unterspritzt werden, eine sogenannte Scheidenverengung durch Lipostructure. Der Scheidenkanal kann aber auch verschmälert werden, indem man überschüssiges Gewebe mit einem Laserskalpell entfernt oder schrumpft. Bei beiden Vorgehensweisen wird eine Straffung der Scheidenmuskulatur erzielt. Die Wahl der Methode erfolgt erst nach einer gründlichen körperlichen Untersuchung. Nur so kann je nach Patientin und je nach Grad ihrer vaginalen Erschlaffung die individuell beste Behandlung bestimmt werden – eine wesentliche Voraussetzung für ein befriedigendes Ergebnis.


Wie lange dauert solch ein Eingriff?

Gewöhnlich ist eine Vaginalunterspritzung als auch eine Vaginalstraffung je nach Aufwand in eineinhalb bis zwei Stunden durchgeführt. Die Anästhesieform, ob örtliche Betäubung, Dämmerschlaf oder Vollnarkose ist abhängig vom Ausmaß des Eingriffs. Nach dem ambulanten Eingriff ist zumindest ein Tag Klinikaufenthalt ratsam.


Was erwartet die Patientin nach der Behandlung?

Dr. Günther: Einen Tag nach dem Eingriff führen wir üblicherweise eine Kontrolluntersuchung durch, um bei auftretenden Problemen wie beispielsweise Entzündungen sofort reagieren zu können. Duschen mit klarem Wasser ist ab dem zweiten Tag möglich, Sitzbäder, z.B. mit Kamille, sollten ab Tag drei nach dem Eingriff zur Unterstützung der Regeneration durchgeführt werden. Ihre alltäglichen Aktivitäten können meine Patientinnen ab dem fünften Tag, sportliche Aktivitäten nach etwa zwei Wochen wieder aufnehmen. Geschlechtsverkehr und alle anderen Reibung verursachenden Betätigungen, z.B. Radfahren, sollten mindestens vier Wochen vermieden werden. Das gleiche gilt für das Tragen von Tampons.